Die Positionierung
der Woche
Ich falle so ein bisschen aus der Zeit, denn ich vermeide zumeist in meinen Beratungs- oder besser Begleitungsprozessen das Wort Transformation.
Ungewöhnlich, oder? Als Transformationsberater hätte ich vielleicht einen viel größeren Markt.
Und ja, das ist durchaus ein Problem (für mich). Meine Leistung wird nicht immer sofort verstanden.
Nun, ich sehe immer das Unternehmen in seiner jetzigen Konstitution. Versuche zu erkennen, wo es steht und wo es hinwill. Das hat meinen allergrößten Respekt. Achtung der Eigenarten.
Und dabei geht es ja gar nicht um mich. Mein wesentlicher Beitrag ist, diesen Standpunkt im Unternehmen zu klären, systemisch zu verstehen und sich gemeinsam bewusst zu machen.
Moment mal, ein Standpunkt? Ja, hier fängt die erste Klärung an, denn wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es natürlich viele Standpunkte. Das liegt in der Natur der Sache (bitte wörtlich nehmen). Mein erster Beitrag:
Wer seinen Kurs bestimmen möchte, sollte seinen Standpunkt kennen.
Und wer Menschen mitnehmen möchte, sollte Standpunkte teilen.
Und versteht man ein Unternehmen systemisch, so respektiert man auch dessen Selbsterhaltungskräfte. Die sind per se (natürlicherweise) nicht statisch. Ein Unternehmen wird vor zwanzig Jahren anders aufgestellt und funktionsfähig gewesen sein als heute. Veränderungen sind passiert. Natürliche Anpassungen…
Und jetzt schreit die Welt (draußen) immer lauter nach fundamentalen, tiefgreifenden, manchmal disruptiven Veränderungen. Mehr als nur Change.
Transformatorische Wirkung sollten diese haben, sonst kein Überleben!
Und dabei müssen auch gleich mehrere Dimensionen erfüllt werden: sozial, ökologisch und digital muss die Transformation mindestens ausfallen. Und zwar gleichzeitig.
Ich erlebe viele Unternehmen als getrieben. Von außen gedrängt, manches durch Bürokratie und rechtlich normative Vorgaben auferlegt. Es wird die Pflicht erfüllt statt mit Erkenntnis gefüllt.
Und gleichzeitig erlebe ich ebenfalls viele, die sich ganz bewusst auf den Weg gemacht haben:
eine Haltung zu den Herausforderungen entwickelt haben, ein Bewusstsein für die eigenen Stärken genutzt haben und so ins neue Handeln gekommen sind. Manchmal sektoral, manchmal systemisch.
Aber immer mit eigenen Antworten.
Auch ich erkenne und unterstütze den Bedarf an transformatorischer Erneuerung. Für die Gesellschaft als Ganzes und sicher auch für viele Aspekte unserer Wirtschaftswelt. Oder sollte ich besser sagen: für unser Wirtschaftssystem?
Ich berate aber nicht das Wirtschaftssystem, wäre sicher gleichsam lukrativ wie undankbar…
Ich berate Unternehmen, nein: Menschen in Unternehmen.
Und da will ich nicht mit der "Keule" von draußen kommen. Ich möchte helfen, von innen heraus zu ent-wickeln. Deshalb ‚Mit Evolution zur Transformation‘.
Anders herum wirkt es oft wie eine Bedrohung, zumindest hat es überfordernde oder einschüchternde Wirkung.
Was getan werden sollte, ergibt sich aus der Ist-Situation. Was getan werden will, ergibt sich aus der gemeinsamen Klärung. Gemeinsames Wirken (=together managing) für die Gemeinsame Sache.
Und ja, manchmal fallen die Veränderungsschritte größer aus. Wer Evolutionsschritte verpasst haben könnte, muss jetzt größer und konsequenter denken.
Und wenn Prozesse dadurch wertschöpfender, zukunftsfester und nachhaltiger geworden sind, darf man selbst mit Stolz von einer erfolgreichen Transformation sprechen.
Das System Unternehmen ist sich swlbst gerecht geblieben. Und immerhin wird so auch ein Beitrag geleistet für die Transformation der realen Wirtschaftswelt. Und wahrscheinlich auch für eine besser verbundene Gesellschaft.
Das Managen eines unternehmerischen Systems hat das Ziel des zeitgemäßen Funktionierens und der zukunftsgerichteten Entwicklung.
Das kann niemals statisch sein und doch braucht es immer eine temporäre Klarheit.
Strategien helfen uns dabei, diese Handlungsfähigkeit in Agilität umzusetzen.
Ich nenne meine Funktion gerne Strategie Begleitung, denn Strategien brauchen tiefe Verankerung in der gesamten Organisation.
Als top-down Direktive haben sie nur eine kurze Halbwertszeit, wenn es nicht gelingt, diese mit Überzeugung und Kommitment zu bereichern.
Erst so entstehen Entscheidungskultur und Umsetzungsdynamik, die Fortschritt sichern.
Mein Credo Werte. Versprechen. Vertrauen. und meine Tools PERSPEKTIV RADAR und Zukunfts-Matrix können hier einen nützlichen Beitrag leisten.
So erkennen wir auch die Signale für eine notwendige Kurskorrektur rechtzeitig. Bevor wieder eine disruptive Veränderung nötig wird.
Denn der eigene Weg ist der vertrauteste. Auch für Kunden und Mitarbeitende* - die Basis einer starken Marke, denn Marke ist gelebte Kundenbeziehung.
* übrigens: Mitarbeitende meint alle. Auch die Geschäfstführung. Menschen in Unternehmen.
⇒ und wie das PERSPEKTIV RADAR Ihre Standpunkte klären und zur Weiter-Entwicklung beitragen kann, möchte ich gerne mit Ihnen/Dir in einem Perspektiven Schnack erörtern.
Und wie Ihre Gemeinsame Sache zu einer starken Unternehmensmarke wird, die innen und außen begeistert. Ich freue mich auf Ihre/Deine Kontaktaufnahme radar@together-managing.de
Grafik: mix-malt.de
Tags: Kultur, Management, Soziales
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